Eine aktuell veröffentlichte Auswertung der Branchenumfrage des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) und der nexum AG [1], an der sich auch viele GDL-Mitglieder beteiligt haben, zeigt schwarz auf weiß, was viele von uns längst wissen und spüren:
Über 3.000 Triebfahrzeugführer fehlen bereits heute auf der Schiene – Tendenz steigend
Doch zur Studie gehört auch folgende Tatsache: Nur 16 % der Befragten arbeiten tatsächlich im Bahnbereich – viele Probleme bleiben dadurch unterrepräsentiert, der Fachkräftemangel ungelöst. Was aber aus unserer Sicht völlig fehlt: Eine unabhängige Bewertung des größten Arbeitgebers der Branche – der DB AG, deren Umgang mit Beschäftigten seit Jahren negativ auffällt.
Keine Anerkennung gültiger Tarifverträge, Verweigerung der Tarifpluralität, strukturelle Missachtung betrieblicher Realität.
Unsere Antwort: Verlässliche Tarifarbeit statt Nebelkerzen
Mit Beginn der Tarifrunde 2025/2026 fordern wir als GDL für alle von uns vertretenen Berufsgruppen ein um 8 % höheres Entgeltvolumen inklusive einer umfassenden Strukturveränderung, eine weitere neue Entgeltstufe für erfahrene Beschäftigte, die faire Bezahlung für Ausbilder, eine Azubi-Vergütung auf Augenhöhe und vieles mehr bei einer Laufzeit von zwölf Monaten (siehe QR-Code).
Unsere Zielstellung sind klare, belastbare Tarifverträge für alle Eisenbahner, die für besser Arbeitsbedingungen stehen.
Es reicht nicht, Missstände nur zu benennen – man muss auch wirksam etwas dagegen tun. Starke Tarifverträge brauchen Mitglieder, klare Interessenvertretung braucht deutliche Beteiligung!
[1] nexum AG, Verband Deutscher Verkehrsunternehmen(VDV) (2025): Die große Deutschland-Umfrage Fahrpersonal Bus & Bahn 2025. Abrufbar unter: [Zugriff am 23.07.2025]